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TU Berlin

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Mentoring - Programm für Studentinnen mit Behinderung

Mit dem Pilotprojekt des Hildegardis-Verein e.V. werden in den nächsten drei Jahren 60 Studentinnen gezielt in ihrer Karriere- und Lebensplanung durch die individuelle Begleitung und Ermutigung von erfolgreichen, berufserfahrenen Akademikerinnen und Akademikern gefördert.
Jeder Studentin, die als Mentee in das Programm aufgenommen wird, entstehen einmalige Kosten in Höhe von 400 Euro. 
Von diesem Betrag stellt der Hildegardis-Verein 300 Euro als Stipendium zur Verfügung. 
Es verbleibt ein Eigenanteil von 100 Euro für jede Studentin, mit dem alle Leistungen des Programms, wie Unterbringung, Verpflegung und Fahrtkosten für drei Seminare sowie Fahrtkosten zu den Tandemtreffen abgedeckt sind. Als Leistung bietet das Programm den Studentinnen eine besondere Chance zur Qualifizierung und Professionalisierung.
Ausführliche Informationen zum Programm und zu den  Bewerbungsmodalitäten finden Sie unter: www.mentoring.projekt.de

Hildegardis-Verein
Wittelsbacherring 9
53115 Bonn
Tel.  0228/95 96 141
E-Mail presse_mentoring@hildegardis-verein

Vorsitzende Prof. Dr. Gisela Muschiol
Wittelsbacherring 9
53115 Bonn
Tel. (0228) 96 59 249
Fax (0228) 96 95 226
www.mentoring-projekt.de
www.hildegardis-verein.de

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P r e s s e m i t t e i l u n g

Film in der ARD über das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung

ARD berichtet in dem Film „Blind – nicht blöd“ über Erfahrungen aus dem Pilotprojekt des Hildegardis-Vereins

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Bonn, 26.11. 2009
Am Sonntag, den 29. November 2009, strahlt die ARD von 17.30  bis 18.00 Uhr im Rahmen der Sendereihe "Gott und die Welt" die Filmdokumentation "Blind - nicht blöd" aus. Die Dokumentation thematisiert das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung, das der Hildegardis-Verein seit 2008 mit Unterstützung der Conterganstiftung für behinderte Menschen durchführt. Im Mittelpunkt des Filmes stehen die blinde Theologiestudentin Christina Ernst, 26, und ihr ebenfalls blinder Mentor, Reiner Spring, 52. Das „Tandem“  wurde einige Monate von der Kamera begleitet. Ernst und Spring hatten sich bereit erklärt, stellvertretend für die Gruppe der 40 Mentor/innen und Studentinnen (Mentees), die von Dezember 2008 bis Dezember 2009 an der ersten Mentoringphase des Pilotprojekts teilnehmen, über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Sendung zeigt, wie sich Leben und Alltag für Menschen mit einer Behinderung gestalten. Dabei kommen insbesondere Herausforderungen im Studium und Fragen rund um den Berufseinstieg zur Sprache. Die Wahrnehmung von Hürden, die sich im Zusammenhang mit einer Behinderung beim Berufseinstieg ergeben, und ein Austausch über Bewältigungsstrategien sind zentrale Anliegen des Mentoring-Programms. Christina Ernst, die durch eine Erkrankung in ihrem 4. Lebensjahr erblindete, ist gewohnt, sich Ziele zu setzen und nicht zuletzt durch gute Leistung zu überzeugen. Ihre Aufnahme in ein Regelgymnasium, das sie mit exzellenten Abitursnoten abschloss, war keine Selbstverständlichkeit. Jetzt ist ihr Studienalltag, wie der aller blinder Studierenden, von einem organisatorischen Aufwand geprägt, von dem sich Sehende oft keine Vorstellung machen können. Zu den ganz speziellen Herausforderungen ihres Theologie-Studiums zählt die Beschaffung von griechischen oder hebräischen Texten in der Blindenschrift Braille.  
"Um einen Platz in dem Mentoring-Programm hat sich Frau Ernst kurz vor Abschluss ihres Studiums beworben, weil „ich ein realistisches Bild von der Situation, gewinnen will, die mich als Frau mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt erwartet. Ich möchte einen Einblick in das Arbeitsleben behinderter Menschen in höheren Führungspositionen erhalten und im Austausch mit den anderen Teilnehmenden des Programms persönliche Strategien zum Umgang mit der eigenen Behinderung kennen lernen“. Der Hildegardis-Verein nahm sie als eine von 20 Studentinnen in die erste Mentoringrunde auf und stellte ihr für ein Jahr Reiner Spring, Zentralabteilungsleiter im Landesamt für Bau und Verkehr des Freistaates Thüringen, als Mentor zur Seite. Reiner Spring begründet sein ehrenamtliches Engagement für das Programm, das die Potenziale behinderter Menschen in den Mittelpunkt stellt, mit der Notwendigkeit der Netzwerkbildung und Erfahrungsweitergabe unter den Betroffenen.
„Ein solches Programm hätte ich mir für mich selber gewünscht. Ich kenne die Hürden im Studium, ich habe erfahren, dass man beruflich weit kommen kann, aber auch, dass es ungeschriebene Grenzen gibt, und dass Verletzungsgefühle damit verbunden sind.“
Christina Ernst hat während der einjährigen Mentoringzeit ihr Studium abgeschlossen und mit ihrer Promotion begonnen. Die im Dezember auslaufende Zusammenarbeit im Tandem mit ihrem Mentor bezeichnet sie als sehr wichtige Erfahrung, die ihr das Programm ermöglicht habe.
„Ich konnte den Lebensentwurf und den Arbeitsalltag eines blinden Menschen, der seinen Weg gemacht hat, durch sehr persönliche Einblicke kennen lernen.“
Die vermittelten Erfahrungen ihres Mentors haben sie gefordert, eigene Strategien und Lebensentwürfe in Zustimmung und Abgrenzung zu ihrem Mentor zu reflektieren oder zu entwickeln und sich als Partnerin auf Augenhöhe zu behaupten. Auch den Austausch mit den anderen Studentinnen des Programms hat sie als sehr wertvoll erlebt. 
„Wir sind überzeugt, dass der Förderansatz unseres Programms viel Potenzial hat und Schule machen sollte. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir mit diesem Thema in der ARD vertreten sind“, erklärt Eva M. Welskop-Deffaa, die stellvertretende Vorsitzende des Hildegardis-Vereins „Wir hoffen, dass der Film ebenso wie unser Programm dazu beiträgt, die öffentliche Wahrnehmung für die Herausforderungen und Potenziale von Menschen mit Behinderung zu schärfen.“
Das Pilotprojekt gliedert sich in drei einjährige Mentoringphasen für je 20 Studentinnen. Die erste Phase endet im Dezember 2009, die zweite startet im Januar 2010, die dritte im Januar 2011. 

Mehr Informationen unter: www.mentoring-projekt.de.                                                    
*** Der Hildegardis-Verein ist die älteste Institution zur Förderung von Frauenstudien in Deutschland. Im Rahmen seiner biographischen Fördertätigkeit vergibt der Verein zins­lose Studiendarlehen an christliche Frauen aller Alters- und Berufsgruppen für Studien, Zweit- und Aufbaustudien, Berufs- und Zusatzqualifikationen. Mit einem Familienstipendium für Studentinnen mit Kind unterstützt der Verein die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf. Im Jahr 2008 startete der Hildegardis-Verein ein fünfjähriges Mentoring-Projekt für Studentinnen mit Behinderung.
www.hildegardis-verein.de

Mit freundlichen Grüßen Birgit Rücker

Birgit Rücker
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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